Den Raum zwischen Reiz und Reaktion wertschätzend nutzen

25.11.2020
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Nachdem wir Menschen den geschützten, warmen Raum des Mutterleibs verlassen, die Kälte zum ersten Mal spüren, ist das nach was wir uns intuitiv sehnen, die Körperwärme, Streicheleinheiten, so wie wir es 9 Monate gewohnt waren. Im Laufe unserer Entwicklung erlernen wir ein Verhalten, durch welches wir das Ersehnte erhalten oder welches uns vor dem Schmerz schützt, wenn nicht. Es wird im Gehirn gespeichert. In gleichen bzw. ähnlichen Situationen, in Form von Emotionen, wird so zu 80  - 90 % unsere Kommunikation gelenkt.

Körperwärme, Streicheleinheiten werden mit der Zeit abgelöst von dem Wunsch nach Anerkennung, Erfolg, Echos auf Initiativen & Vorschläge, dem Zugehörigkeitsgefühl.

 

Erhalten wir das nicht, sind wir frustriert, demotiviert, reagieren rebellisch.

 

Auch wenn wir körperlich ER-WACHSEN, sind wir weiterhin mit den Vergangenheitsemotionen verbunden, werden von ihnen gelenkt. Möchten wir das gewohnte Programm des Reagierens umschreiben, hilft uns dabei unser Präfrontaler Cortex, der für das bewusste Denken zuständig ist. Das setzt voraus, seine Emotionen wahrzunehmen, sie anzunehmen, wertfrei. Bei negativer Betrachtung erzeugen wir Stress im Körper, signalisieren Lebensgefahr im Gehirn, versetzen uns in die Flight/Fight-Situation.

Gehen wir in eine wohlwollende, sachliche Betrachtung, gönnen wir dabei unseren Gedanken eine Pause, bringen uns in Verbindung mit unserem Körper, unseren Gefühlen, werden Glückshormone ausgesendet, die uns dabei unterstützen zu erkennen, wie Emotionen darauf hinweisen, dass psychische Grundbedürfnisse erfüllt werden möchten:

Kontrolle - Bindung – Freude – Selbstverwirklichung

Wir alle haben sie, diese liebevollen Monster, und es liegt an jedem Einzelnen zu entscheiden, wie er mit ihnen umgeht. Darin liegt unsere wahre Macht.

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