Das was wirklich zählt, ist nicht messbar

16.12.2019
Lesezeit: 
4
 Min.

Ja, analytische Kennzahlen sind wichtig und helfen die Spreu vom Weizen zu trennen. Viele Unternehmen sind jedoch von einer Zahlenseuche befallen und steuern selbst die Mitarbeiterperformance über Dashboards und Cockpits. So, als ob Menschen Maschinen wären. Mir kommt vor, es handelt sich dabei um ein Ausweichmanöver. Denn solange man sich mit Zahlen, Daten, Fakten beschäftigt, braucht man sich nicht mit Herz und Seele befassen.

Kommunikative Erfolge haben wenig mit Rechnen zu tun aber sehr viel mit Menschenkenntnis. Das ist das wahre Vermögen der Zukunft. Denn sowohl Mitarbeiter als auch Kunden sind multidynamisch agierende, paradoxe Wesen.

In der Zusammenarbeit mit Menschen darf man nicht den Fehler machen und von sich selbst ausgehen. Denn kein einziger ist so wie Du. Daher ist es hilfreich möglichst viel darüber zu wissen, wie wir Menschen ticken und was uns einzigartig macht.

Eines ist jedenfalls sicher: Eine emotionale Mitarbeiter- und Kundenbindung wird vor allem durch positive Gefühle genährt. Einer der wichtigsten Motivationsfaktoren menschlichen Verhaltens ist die Sehnsucht danach, als Individuum in einer Gruppe Anerkennung zu bekommen. Was uns durch Facebook und Instagram mehr als bestätigt wird.

Produkte und Prozesse sowie Büroausstattungen und das Gehalt sind austauschbar – eine gute Beziehungsqualität macht Dich als Anbieter und Arbeitgeber einzigartig.

Die Kommunikation in der Industrie wird sich völlig ändern. Dort wo es noch ein Top-Down gibt, wird die Arbeit von Maschinen ersetzt und die Kommunikation hinfällig. Diejenigen Mitarbeiter, die mit Kollegen und/oder Kunden agieren, müssen einerseits motiviert und begeistert sein, anderseits verbindend kommunizieren können.

Ein guter Start für gewinnende Kommunikation ist den Fokus auf Deine Offenheit zu lenken. Sind Dein Wille, Deine Gedanken und Dein Herz offen für Neues? Nur dann kannst Du wirklich eine Veränderung erreichen.

Generell möchte das Gehirn uns vor allem schützen, was eine Gefahr darstellen könnte. Sämtliches Wahrgenommene wird bewertet. Allerdings kennt das Bewertungssystem nur zwei Kategorien:

    

     Gut oder schlecht für mich bzw. Annähern oder Vermeiden

Daher neigen wir Menschen dazu jede Situation und auch jeden Menschen zu beurteilen und es kommt zum Schubladendenken. Noch mal, das ist völlig normal. Doch das nächste Mal, wenn Du eine Schublade öffnest, versuche sie offen zu lassen und neutral zu bleiben. Streiche alle wertende Wörter (Adjektive) in Deinem Kopf und freue Dich auf eine neue Erfahrung. Sag innerlich zu Deinem Gegenüber (Kollegen, Mitarbeiter, Kunden): „Ich habe Dich in eine Schublade gesteckt und bin neugierig, wer Du wirklich bist. Ich glaube, dass unglaublich viel in Dir steckt und freue mich darauf, viele Facetten von Dir zu entdecken.“

Dabei wünsche ich Dir viel Freude und viele, spannende

Aha-Erlebnisse.

Photo by Linh Ha on Unsplash

Weitere Beiträge

Zurück zur Übersicht