Beziehung ist Entwicklung

21.11.2019
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Nur 15 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland haben eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber, so die aktuellste Gallup-Studie. Fragt man die Beschäftigten, sind die Führungskräfte schuld.

Auch ich gehörte lange Zeit zu denjenigen, die meinten: Wenn´s bei der Arbeit nicht läuft, sind die anstrengenden Kollegen oder der Vorgesetzte Schuld.

Die meisten wissen und kennen es nicht anders. Denn die Schuld im Außen, bei anderen zu suchen lernen wir von Kindheit an, durch unsere Eltern, durch unsere Gesellschaft. Generell ist unser Gehirn darauf ausgelegt, uns in erster Linie zu schützen. Damit das gelingt versucht es im jeglichen Tun Energie zu sparen. Daher mögen wir Menschen es gern bequem. Wenn wir uns ein Verhalten aneigneten, behalten wir es in der Regel bei. Es jeden Tag neu zu überdenken, würde zu viel Energie kosten, will uns unser Gehirn weiss machen. Und so bleiben wir in unserer Komfortzone und schimpfen weiter auf die anderen. Es sei denn wir gelangen an neues Wissen. Erst dieses ermöglicht neue Gedanken, ein neues Verhalten sowie neue Perspektiven.

Wenn wir uns nämlich über einen Kollegen oder Vorgesetzten ärgern, wurde eine Emotion in uns ausgelöst. Allerdings nicht durch den Menschen, sondern durch sein Verhalten! Hinter dieser Emotion steckt ein unerfülltes Bedürfnis, wie z. B. wahr- oder ernst genommen zu werden – also Aspekte der Liebe. Wird das Bedürfnis nicht erfüllt, reagieren wir mit Ärger oder Angst, was sich häufig auch als Wut äußert.

Gibt es in Deinem Umfeld Mitarbeiter, Kollegen oder Situationen, die Dir immer wieder zu schaffen machen? Statt Dich künftig zu ärgern, versuch dieser Person/Situation dankbar zu sein, denn sie kann eine Chance sein, innerlich zu wachsen. Überlege was hinter dem Vorhang der Emotion tatsächlich steckt. Ist es eventuell das unerfüllte Bedürfnis nach mehr Fairness oder Freiraum? Oder ist es Dein unerfülltes Bedürfnis nach Entfaltung und Erfüllung?

Im Gegensatz zu den äußeren Faktoren sind uns die inneren Aspekte von Individuen und Gruppen weit weniger geläufig. Was denken und fühlen wir, wenn wir uns auf diese Art und Weise verhalten? Was brauchen wir wirklich und wie können wir es bekommen? Es fehlen meist Ansätze und treffende Worte, um Gegebenheiten zuerst zu verstehen und dann mit anderen besprechen zu können.  

Kommunikationsstrukturen besser verstehen, hilft Mitarbeitern sowie Vorgesetzten Spannungen oder Irritationen zu vermeiden und stattdessen ein Gefühl der Zugehörigkeit, der emotionalen Bindung zu erzeugen.

Gerne unterstütze ich Dich und Dein Unternehmen darin subjektive Erfahrungen und Verhalten besprechbar zu machen, um sich der Bedürfnisse und Interessen jedes Einzelnen bewusst zu werden.

 

 

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